Eule on Tour - Sondereule: Uagadou-Schule für Zauberei
Willkommen bei der dieswöchigen Eule! Diese Woche gibt es eine ganze besondere Ausgabe. Wir verbinden die ehemalige Wocheneule mit der Eule on Tour und berichten exklusiv. Es geht diesmal nicht um ein Land, sondern um einen richtigen Giganten - eine Welt, die uns so fremd ist wie kaum eine Andere! Ein Kontinent voller Geheimnisse um die Magie, fliegt mit uns durch die Wüsten, Steppen und Gebirge des Landes hinter der Sonne: Afrika

- Von : Lars Luminus

Wir fangen diesmal jedoch nicht mit unserer Eule Yago an, sondern haben eine ganz besondere Schülerin bei uns heute.
Anouk Burton, die Drittklässlerin aus Gryffindor sollte vielen bekannt sein, wer sie jedoch nicht kennt, Anouk Burton war für 10 Monate zu einem Austausch an der Uagadou-Schule in Afrika und wird uns davon berichten.


Grüß dich Anouk, wir von der Wocheneule haben deine Reise nach Afrika mit Interesse verfolgt.
Bevor du Hogwarts verlassen hast, haben wir bereits ein kleines Interview geführt, doch jetzt 10 Monate später wollen wir natürlich wissen, wie es dir geht und was du erlebt hast!
Erzähl uns doch mal wie es dazu kam, dass du nach Afrika gekommen bist?


Hallo Yago,
Schön, dass es noch geklappt hat und wie ich dir bereits vor meiner Abfahrt sagte, bin ich gerne bereit an diesem Interview teilzunehmen. 
Nun ich habe vor etwa 1 1/2 Jahren einen Brief bekommen, welcher zufällig an 50 verschiedene Schüler aus ganz Europa verschickt wurde. In diesem Brief wurde wir zu einem Schüleraustausch an der Uagadou-Schule für Zauberei in Afrika eingeladen. Von diesen 50 wurden dann zehn Schüler in die engere Auswahl genommen und nach einem persönlichen Gespräch habe ich dann diesen Platz bekommen. Da dies ein Pilotprojekt war wurde nur ein Schüler genommen, was mich natürlich sehr gefreut hat, dass ich diese Schülerin sein durfte. Insgesamt war ich zehn Monate in Afrika, also fast ein ganzes Schuljahr.


Interessant, es ist wohl der Traum von vielen Schülern einmal eine andere Zauberschule zu besuchen. Wie hat es dir denn dort gefallen?

Mir gefiel es sehr gut und ich kann mir auch vorstellen, irgendwann nach meinem Abschluss noch einmal dorthin zurück zu kehren. Man muss aber auch sagen, dass die Umstände dort sehr andere sind und man schon einige Abstriche machen muss. Es war aufjedenfall eine tolle Erfahrung und ich habe vieles wieder zu Schätzen gelernt, was man hier für selbstverständlich hält. 

Es ist schön zu hören, dass es dir gut gefallen hat! Doch jetzt frag ich mich persönlich, wie eigentlich dein Alltag in Afrika aussah. Wie wurde dein Unterricht gestaltet?

hm ... *überlegt kurz* Naja, also eigentlich recht ähnlich wie hier. Man steht morgens auf . der Unterricht began um 8 Uhr, aber die meisten Schüler waren bereits vorher wach wegen der regelmäßigen Gebete. Man muss wissen, dass die Hauptreligon dort der Islam ist und es fünf Pflichtgebete am Tag gibt. Nachdem Gebet gab es dann Frühstück und danach begann dann der Unterricht. Um 12 Uhr wurde dann eine Pause gemacht um erneut zu beten und gegen 14 Uhr wurde dann das Mittagessen serviert. Bis 16 Uhr ging dann der Unterricht weiter ehe um 17 Uhr erneut gebetet wurde. Danach hatte man dann Freizeit und konnte diese mit seinen Freunden verbringen oder als Selbstlernzeit in der Bibliothek nutzen. 19 Uhr war die vierte Gebetsrunde und ab 21 Uhr gab es dann Abendessen. Danach saßen wir meist zusammen und haben noch ein bisschen Gequatscht ehe wir dann zu Bett gingen. In der Nacht sind die muslimischen Schüler noch einmal aufgestanden um zu beten. Puh ... Eine Menge beten, aber ich finde es cool, dass die Afrikaner dies sehr ernst nehmen! Ich musste zum Glück nicht an den Gebten oder der Fastenzeit teilnehmen, auch wenn ich das mit der Fastenzeit tatsächlich probiert habe *lflüstert* meistens habe ich es aber nicht geschafft, tagsüber wirklich nichts zu essen. Da habe ich mir meist die Süßigkeiten aus den Care-Paketen meiner Freunde aus Hogwarts in den Mund geschoben *lacht*.
Der Unterricht an sich war sehr interessant, da ich ganz verwundert war, dass die afrikanischen Schüler alle keinen Zauberstab hatten! Es gab außerdem viel mehr Fächer im Bereich Zaubertränke, Wahrsagen und Kräuterkunde, zum Beispiel Heilverfahren und XXXX. Es wurde sehr viel in Gruppenarbeiten und praktischen Phasen gearbeitet und auch die Prüfungen waren dort eher praktisch, wenn dies möglich war. Diese Form des Unterrichts und der Prüfungen finde ich sogar eigentlich besser als dieses Theorieabfragen in den ZAGs und UTZs hier - naja außer viel in Zaubertränke *grinst verlegen* da kann unter dem Zeitdruck dann doch einiges danaben gehen, hehehe. 


Bei so einem Unterricht hast du doch sicherlich Einiges gelernt oder?

Ja, also gerade durch die ganze praktische Übung habe ich viel gelernt und auch umsetzen können. Besonders Kräuterkunde und Heilverfahren fand ich interessant, weil sich diese von den westenlichen Kenntnissen doch etwas abgrenzt und es auch viele Kräuter gibt, welche man hier nicht kennt. Doch mein Lieblingsfach war - obwohl ich da des Häufigeren mal am verzweifeln war *lacht* - Zauberkunst. Da die Afrikaner keine Zauberstäbe benutzen, nutzen sie ihre bloßen Hände. Das verlangt deutlich mehr Übung und vorallem Konzentration. Unsere Zauberstäbe sind ja mit magischen Zutaten verstärkt, weswegen es das Zaubern etwas erleichtert, doch in Afrika ist man komplett auf seine eigene Zauberkraft angewiesen. Vorallem die ersten zwei bis drei Monate passierte bei mir einfach nichts außer ein rauchender Kopf und schlechte Laune bei mir *lacht amüsiert über sich selbst* Naja und dann kam es nach und nach, aber ich bin immer noch nicht wirklich gut da drin. Willst du es mal sehen? ... (wartet auf Yagos Anwort, wenn diese Ja ist => ...) * schließt kurz die Augen, öffnet sie dann wieder und hält ihre Faust mit der Handfläche nach oben hin. Öffnet diese langsam und in ihrer Hand lodert eine kleine, wohlig warme Flamme vor sich hin. Sie lächelt und schließt ihre Hand dann wieder, die Flamme erklischt und sie sah wieder zu Yago* Das ist natürlich nur ein ganz leichter Zauber gewesen, aber sehr hilfreich, wenn man mal kalte Hände haben sollte oder man Licht braucht. 

Nun das ist wirklich einiges! Wie sieht es mit Geschichte aus? Kannst du uns was Interessantes erzählen?


Ja, Geschichte hatten wir natürlich auch und ich muss zugeben, dass ich nicht gerade der größte Fan von Geschichte bin. Aber es gab schon einige interessante Geschichten und auch Legenden aus der afrikanischen Vergangenheit. Zum einen war dort die Exorzismen, welche bei Tubab (Weißer) - oh Verzeihung, das ist das Wort für Muggel in Mandinka, der meist verbreitesten Sprach dort - und Zauberern durchgeführt wurden, von denem man dachte, dass sie vom Teufel besessen waren - Ja, Zauberer leben dort zwar unter den Muggeln, aber sie müssen sich bedeckt halten, da sie sonst auch dem Tode geweiht waren. Heiler - egal ob Muggle oder Zauberer - haben es dort teilweise sehr schwer, wenn sie zu große "Wunder" geschehen lassen. Ein weiterer - leider ebenfalls eher schreckliche - Part in der afrikanischen Geschichte sind die Sklavenhandel. Einerseits wurden Muggel als Sklaven gehalten und verkauft an Amerikaner, aber andererseits wurden auch hier Muggel und teils auch Muggelstämmig an noble und reiche Zaubererfamilien verkauft. Hauselfen gibt es dort eher weniger.
Was ich auch sehr schade finde ist, dass Kinder sehr früh versprochen werden und teilweise mit 14 heiraten, und dass Menschen, welche sich in jemanden vom gleichen Geschlecht verlieben ausgegrenzt werden. Einen meiner Freunde betraf das, und er war froh, dass er mit mir offen darüber reden konnte. 


Afrika ist wirklich voll von Geschichte und Geheimnissen! Jedoch wird es, wie auch an Hogwarts, sicherlich auch tägliche oder wöchentliche Rituale bzw. Traditionen geben, oder?

Naja, wie bereits vorhin erwähnt, gehören die Gebete definitiv zu den Ritualen, welche diese Schule von Hogwarts unterscheidet. Ansonsten waren alle Feste und auch die Mahlzeiten von deren Kultur geprägt. Die Mahlzeiten wurde in großen Schüsseln serviert und man hockte sich auf dem Boden um diese herum. Wichtig hierbei war, dass Mädchen und Jungen aus unterschiedlichen Schüsseln aßen und man lediglich die RECHTE Hand zum Essen benutzt werden durfte. Als ich versehentlich mal mit der linken Hand gegessen hatte, weil ich mich an der rechten durch den Zauber, den ich dir gerade gezeigt habe, die Hand verbrannt hatte, hörten alle Mädchen um meine Schüssel auf einmal auf zu essen. Man erklärte mir hinterher, dass die linke Hand die 'unreine' Hand ist, mit der man sich wäscht und naja - andere Geschäfte erledigt, wenn du verstehst was ich meine * sah ihn eindringlich an*. 
Ansonsten hatte ich das Glück an verschiedenen Festen teilnehmen zu dürfen, wie zum Beispiel Tubaski - dem Opferfest -, einer afrikanischen Hochzeit zwischen zwei Lehrern und mehreren Geburtstagsfeiern. Zu meinem Geburtstag haben meine Zimmermitbewohnerinnen eine extra fette Party geschmissen mit einem Haufen Tamtam. Also die Musik ist wirklich sehr gewöhnungsbedürftig (für einen kleinen Geschmack: MC Fioti - Bum Bum Tam Tam) *lacht* und man twerkt dazu! Ich kann es dir leider nicht vormachen, aber es sieht für uns westlischen schon urkomisch aus. 


Eine faszinierende Kultur! Apropos Kultur - Hast du noch etwas über die Kultur der afrikanischen Zauberer herausgefunden? 

Hm, ich gebe zu, dass ich denke, dass die Zauberer dort kaum eine eigene Kultur haben, da sie wirklich versuchen müssen sich an die Muggel anzupassen. Jeodch findet einmal im Jahr ein riesen Festival in der Hauptstadt statt, an dem alle Zauberer aus ganz Afrika teilnehmen und dort ohne Angst und Sorge reden, tanzen, zaubern und feiern können. Das Festival geht eine Woche und alle Zauberer, welche einen Job in der Zaubererwelt aufüben, sowie die Schüler haben dann frei, sodass sie auch teilnehmen können. In diesem Zeitraum findet auch eine kleine Quidditch-Afrikameisterschaft statt, welche allerdings nur aus sechsTeams besteht. Aber trotzdem spannend anzusehen, und diese Spieler foulen was das Zeug hält, guckt euch das ja nicht ab ihr Lieben aus den Quidditch-Mannschaften *lacht*. 

Das ist echt eine ganze Menge! Hast du in der ganzen Zeit denn Hogwarts vermisst?


Oh ja! Und wie! Besonders meine Freunde habe ich vermisst, da Freundschaft in Afrika doch etwas anders ist als hier. Alle behandelten einander wie in einer Familie und es war schwer einzuschätzen, ob es nun Freunde waren oder eben "gezwungener Maßen" Familie - nach dem Motto 'Familie kann man sich nicht aussuchen, man MUSS freundlich sein'. Und die Jungs sind dort alle sehr aufdränglich ... unangenehm aufdränglich. Ich weiß gar nicht, wie viele Heiratsanträge ich dort bekommen habe. *wird leicht rot* Oh man, ich bin gerade mal 13 und die fangen da schon an zu heiraten. Ich muss sagen, dass finde ich wirklich krass und auch ein bisschen gruselig! *schüttelt wild mit ihrem Kopf. Dann fängt sie wieder an zu lächeln* Nein, also ich bin wirklich froh wieder hier zu sein und wieder mit normalen Jungs und Mädels rumzuhängen! Hier fühle ich mich wirklich viel wohler! 

Ja so würde es mir wohl auch gehen, hast du noch Etwas auf dem Herzen was du uns sagen möchtest?

Also ich kann wirklich allen empfehlen, welche Interesse an einer anderen Kultur haben und etwas aufregendes erleben wollen, ein Austauschjahr nach Afrika zu machen! Ich hoffe wirklich, dass dieses Projekt weiter geführt und ausgebaut wird, damit noch mehr Schüler so eine Chance haben und so auch die Kooperation zwischen den Schulen und Ländern verstärkt wird.

Ich glaube die Schüler von Hogwarts werden dir noch viele Fragen stellen! Wir danken dir für dieses Interview und Willkommen zurück in Hogwarts!

Oh ja, dass wäre sehr cool und beantworte die Fragen der Schüler sehr gerne. Sie können mich gerne Löcher in den Bauch fragen *lacht*
Ich danke euch für euer Interesse und freue mich auf die kommenden Wocheneulen. Mal sehen wo es euch noch so hintreibt. 

 

Unsere Eule hat sich natürlich auch ein Wenig schlau gemacht über die Uagadou-Schule und ihre Umgebung.
Wie bereits im Interview mit Anouk herausgestochen ist, ist der Umgang mit Magie in Afrika ein ganz Anderer wie der Unsere.
Zauberstäbe werden in Afrika nicht benutzt - die Schüler lernen ihre Magie durch den Körper zu kanalisieren.
Weiterhin lernen die Schüler bereits ab der zweiten Klasse, wie man sich in ein Tier verwandeln kann.
Die Selbstverwandlung ist eine hohe Kunst in Afrika, ob eine vorübergehende Verwandlung oder eine Animagus-Gestalt, die Zauberschüler werden darin super ausgebildet!
Das Bildungsangebot legt außerdem Wert auf die Fächer Astronomie und Alchemie.
Die Uagadou Schule liegt mitten im Ruwenzori-Gebirge.
Diese Gebiete werden beherrscht von sengender Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit.
Umringt wird das Gebirge von Wüsten, Steppen und Wäldern, die alles Mögliche an Tierwesen und Vegetation zu bieten haben!
Wir haben viele bunte Vögel gesehen, welche wir nicht einordnen konnten, jedoch waren sie wunderschön! Es ist auch die Behausung der stolzen Löwen, eine Gryffindor wie Anouk muss sich dort sehr wohl gefühlt haben. 
Die Lehrer der Uagadou Schule müssen Einiges im Kopf haben.
In der Schule hat man sich nämlich nicht wirklich auf eine Sprache geeinigt.
Die meisten Schüler dort sprechen englisch, jedoch kommen viele Schüler aus unterschiedlichen Stämmen inn welchen zum Beispiel 39,5 % Mandinka, 18,8 % Fulbe, 14,6 % Wolof, 10,6 % Diola, 8,9 % Serahuli, 2,8 % Serer, 1,8 % Aku, 0,8 % Manjago, 0,7 % Bambara.
Das sind eine Menge an Sprachen!

Alles in Allem ist das Leben dort wohl auch nicht so einfach.
Unter der starken Hitze, strengen Regeln und harten Bedingungen müssen die Schüler sich behaupten.
Die Nahrung ist eher aus einfachen Verhältnissen, kein fließendes Wasser.
Die meisten Tage gibt es Reis und Brot (Tapalapa), Fleisch und Fisch.
Meistens sehr fettig. 

Aber wir schweifen ab, für unsere Anouk war es trotzdem ein Abenteuer!
Wir hoffen, dass du sehr viel Spaß hattest und viel gelernt hast!
Genauso wie unsere Leser!

 

Das wars diese Woche mit unserem Afrika-Special und ich wünsche allen zusammen ein schönes Rest-Wochenende!

~ Yago Diangelo

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Bonny Quinn

Bonny Quinn Ein wirklich sehr spannender Beitrag :)

Anouk Burton

Anouk Burton @Avida Noullor ja ich war in Afrika aber nicht als Schüler sondern von der Uni/Arbeit aus. Kann ich jedem nur empfehlen Auslandserfahrungen zusammeln. Nächstes Ziel für mich: Japan

Gwendolyn Fly

Gwendolyn Fly Super toller Artikel :) *will unbedingt noch mehr lesen über andere Kulturen und andere Schulen*

Avida Noullor

Avida Noullor Wow! Ich weiß nicht, ob Anouk wirklich einen Schüleraustausch nach Afrika gemacht hat (also außerhalb von WoP), aber ich vermute es mal und finde das Interview wirklich wahnsinnig toll und interessant; es hat mich sofort angesprochen, da ich selbst bald einen Austausch nach Japan machen möchte ... Herzlich Willkommen zurück, Anouk!

Victor Thronstein

Victor Thronstein Wow! Das ist ja cool! *voll neidisch auf Anouk!*

Jennifer Greeser

Jennifer Greeser *liest interessiert und denkt auch mal über einen Austausch nach* Ein wirklich tolles Interview!

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