NPC Harry Potter Rpg Seite
Bibliotheks NPC Wettbewerb
Gewinnerpost



Hört, hört, liebe Zauberer und Hexen!
Vor einiger Zeit haben wir einen Wettbewerb ins Leben gerufen, in dem ihr die Möglichkeit hattet, einen NPC für unsere Bibliothek einzureichen, den ihr in euren RPGs einbauen könnt. Viele von euch haben sich mit großer Begeisterung daran gesetzt und uns bezaubernde Einsendungen voller Kreativität, Liebe zum Detail und wundervollen Ideen zukommen lassen.
Die Bewertung fiel uns alles andere als leicht, denn jede einzelne NPC-Idee hatte ihren ganz eigenen Charme. Umso schöner ist es zu sehen, wie viel Fantasie und Herzblut auch nach all den Jahren noch in euren Herzen steckt und wie ihr unsere Welt immer wieder ein Stückchen lebendiger und schöner macht!
Doch wir möchten euch nun nicht länger auf die Folter spannen.


Die Juryyyy
Die Gewinner

2. Platz
Dean
Arran
1. Platz
Sage
La Rue
3. Platz
Hyacinth
Volmary
Gewinnertexte
1. Platz - Ursula Perkins von Sage La Rue

Ursula Perkins oder auch: Picky Perkins
Allgemeine Trigger-Warnung
Name: Ursula Perkins
Alter: 26
Geburtsdatum: 27.11.2032
Herkunft: Bibury, Gloucestershire, England
Blutstatus: Halbblütig
Aussehen: hager und groß, dunkelbraune Augen und Haare, lange Nase
Persönlichkeit: Perfektionistin, Einzelgängerin, nicht sonderlich empathisch, Kontrollfreak, sich selbst treu, abgehärtet, emotional abgestumpft, zuverlässig, pünktlich, fleißig, ordentlich
ehem. Zauberschule & Haus: Ursula ist in Hogwarts zur Schule gegangen und war eine Ravenclaw, eine echte Ravenclaw, wie sie gerne zu sagen pflegt. Heutzutage ist dort nur noch der Teil von Hogwarts untergebracht, der seinen Namen fehlerfrei schreiben kann und sich zumindest auf eine Seite eines Schulbuches konzentrieren kann.

Besonderheiten/spezielle Angewohnheiten (im Verhalten): Manchmal muss Ursula zu einer Lesebrille greifen, welche sie an einer dünnen Silberkette um ihren Hals trägt. Wenn sie vor einem Regal oder Aktenschrank steht und dort etwas sucht, hat sie die unschöne Angewohnheit, am linken Brillenbügel zu kauen. Das passiert absolut unwillkürlich und wenn sie es bemerkt, schämt sie sich dafür, auch wenn sie niemand gesehen hat. Selbst auf bequemen Sesseln sitzt sie noch so aufrecht, als hätte sie einen Stock in ihrem – na ihr wisst schon. Sie schläft grundsätzlich auf dem Rücken und manch einer mag sie bei diesem Anblick schon für eine Leiche gehalten haben (unschöne Weck-Aktionen inklusive). Ursula gibt immer zuerst die Milch in die Schüssel, dann das Müsli.

Vergangenheit/Karriere: Nach ihrem Schulabschluss hat Ursula eine Ausbildung im Zaubereiministerium absolviert (mit Bestnoten versteht sich) und anschließend in der Zaubererprüfungsbehörde gearbeitet, bevor sie nach drei Jahren in die Abteilung für magische Kultur und Medien gewechselt ist, wo ihr Schwerpunkt in der Verwaltung öffentlicher magischer Bibliotheken lag.*
*In England werden staatliche Bibliotheken vom Ministerium für Kultur, Medien und Sport (Department for Culture, Media and Sport) gefördert und verwaltet. Ich denke, das Zaubereiministerium wird ein magisches Gegenstück dazu haben.

Buchempfehlungen:
- Bathilda Bagshot: Geschichte der Zauberei
- Bertram Brickletoe: Wie 1000 Jahre. Mein Weg durch historische magische Stätten in Großbritannien und Irland.
- Hilary Howard: Anne Boleyn – Hexe oder Königin? Die Geschichte einer Frau.
- Edward Willowbee: Magisches Blut und weise Worte. Zur Transzendenz magischen Lebens.
- Gilderoy Lockhart: Wer bin ich?

Vorlieben & Abneigungen: - Vorlieben: Ordnung, Organisation, Struktur, Tabellen, Katalogsysteme, Bücher, manchmal Kunst, Rätsel aller Art, lernen, relativ geschmackloses Essen wie Porridge ohne alles, Flanellschlafanzüge
- Abneigungen: Sport, Musik, Lärm im allgemeinen, versalzenes Essen, Kaffee und dessen Geruch, menschliche Dummheit und dumme Menschen, Kontrolle abgeben müssen, Schimpfwörter, schlechtes Benehmen

Zauberstab: Ebenholz und Kelpiefell, 10½ Zoll

Beziehungspartner: Das, was einer romantischen Beziehung in Ursulas Leben am nächsten kommt, ist eine alte Ausgabe von „Randale und Liebe“ von Frederic Skyler.
Faceclaim: Troian Bellisario

Persönlichkeit:
Ursula ist nicht das, was man einen beliebten Menschen nennen würde. Sie ist zur Perfektionistin erzogen worden und hat deshalb keine geringeren Erwartungen an andere Menschen. Als Kind litt sie sehr darunter, nie gut genug für ihre Mutter zu sein, ist aber mittlerweile abgehärtet und emotional abgestumpft, so dass sie kaum ein Gefühl für die Bedürfnisse und Sorgen ihrer Mitmenschen hat. Für ihre Bedürfnisse hat sich schließlich auch niemand interessiert und damit ging es allen anderen auch gut. Ihre Mobbing-Erfahrungen zu ihrer Schulzeit haben zu dieser Haltung erheblich beigetragen. So verwundert es nicht, dass sie eine Einzelgängerin ist und recht isoliert lebt – abgesehen von ein paar besonders hartnäckigen, dauerfröhlichen Kolleginnen, die überzeugt davon sind, dass in Ursula eigentlich eine positive Seele lebt. Sie genießt zwar die Aufmerksamkeit, die ihr so zu Teil wird, allerdings ändert sich das schnell, wenn sie feststellt, dass man eigentlich nur erwartet, dass sie selbst sich anpasst. Grundsätzlich kann sich Ursula nur schwer auf zwischenmenschliche Beziehungen einlassen, da ihr Vertrauen in der Vergangenheit oft missbraucht wurde, um sie lächerlich zu machen oder damit sie die Hausaufgaben für jemanden erledigt. Deshalb bleibt sie lieber für sich, denn so kann sie nicht enttäuscht werden.
Trotz oder gerade wegen ihres Einsiedlertums ist sie ein äußerst verlässlicher Charakter, der immer pünktlich ist und oft Mehrarbeit leistet, auch wenn diese kaum wertgeschätzt wird. Zudem ist sie sehr ordentlich und gut organisiert, sowohl was ihre Termine betrifft als auch ihren Schreibtisch. Da sie bekennende Perfektionistin ist, tut sie sich auch ziemlich schwer damit, Arbeit zu delegieren; sie muss sich auch zurückhalten, Schülern nicht die Hausaufgaben vorzusagen, weil sie weiß, wie es besser geht oder überhaupt richtig ist. Bevor jemand es falsch macht, macht sie es lieber selbst. Ursula kann nur sehr schwer mit Leuten umgehen, die eine etwas längere Leitung haben aka ein bisschen dumm sind, wie sie es nennt. Ihr Geduldsfaden ist sehr kurz, sie ist sehr schnell genervt und erklärt Dinge grundsätzlich nur einmal – dein Pech, wenn du es nicht verstanden hast.

Aussehen:
Ursula ist recht hager und ihre daraus resultierende mangelnde Oberweite hat ihr zu ihrer Schulzeit viel Spott eingebracht, weshalb sie keine guten Erinnerungen an diese hat. Ihr Gesicht ist recht spitz und ihre Nase lang (Nein, sie steckt ihre Nase nicht nur in Bücher, um diese zu verstecken). Wegen dieser Nase sieht ihr Gesichtsausdruck immer aus, als wäre sie schrecklich angewidert von etwas, was die meisten verschreckt. Sie hat dunkelbraune Augen, die meistens von dunklen Ringen umrahmt werden, da sie über ihrer Arbeit gerne mal vergisst, dass sie noch schlafen muss. Ihre Haare sind ebenfalls dunkelbraun, unordentlich gewellt und meistens etwas zu lang, da sie nicht eitel genug ist, um regelmäßig zum Friseur zu gehen – Selbstversuche gehen meistens schief. Meistens frisiert sie ihre Haare zu einem hohen Dutt; der kann sowohl Selbstexperimente als auch Spliss gut kaschieren. Ursula ist mit 1,74m ziemlich groß, aber es ist hilfreich in der Arbeit mit hohen Regalen. Ihr Kleidungsstil ist förmlich und korrekt, vielleicht auch ein wenig altbacken. Gleichzeitig könnte sie jederzeit der Muggel-Queen die Tür öffnen und wäre nie falsch angezogen. Sie trägt meist farblich aufeinander abgestimmte Kleider oder Twinsets in gedeckten Farben wie hellgrau, grau oder dunkelgrau. Für sie bedeutet es schon Eskalation oder Ekstase, wenn sie zu weiß oder mauve greift.

Hintergrundgeschichte
Ursula Perkins wurde als Tochter einer intellektuellen Mutter geboren, die sie nicht wirklich wollte. Arabella Coventree, geschiedene Perkins, ist Historikerin und kann mit Büchern besser umgehen als mit Menschen. Vielleicht war ihr deshalb nie klar, dass sie den konservativen Vorstellungen ihrer Eltern, die einen Ehemann und 1,35 Kinder für sie vorsahen, nicht zwangsläufig entsprechen musste, wenn sie es nicht wollte. Und bei Merlin, das wollte sie wirklich nicht! Trotzdem heiratete sie mit 21 Jahren, und damit eigentlich schon als alte Jungfer, Harold Perkins, nahm einen Doppelnamen an, bekam eine Tochter und ließ sich scheiden, als das Kind 5 Jahre alt war.
Von da an erzog sie Ursula allein, da Harold das Kind eigentlich auch nicht wollte und so auch nicht mehr haben musste. Arabellas Frust darüber bekam ihre Tochter oft zu spüren, da die Kleine ihren Forschungsreisen oft im Weg stand. Erst als sie nach Hogwarts kam, verbesserte sich die Stimmung im Hause Coventree-Perkins – allerdings nur so lange, bis Arabella Ursula zu immer besseren Leistungen in der Schule anstachelte.

In Hogwarts wurde es für Ursula allerdings nicht leichter. Im Grunde traf sie dort zum ersten Mal auf Gleichaltrige und hatte bis dato keine Ahnung, wie grausam Kinder sein können. Anfangs war ihre Nase zu lange, später die Haare zu gewellt (wobei glattes Haar doch modisch war) und ihre Oberweite zu flach. Irgendeinen Grund fanden sie Jahr für Jahr, warum Ursula nicht genug war. Ihr Perfektionismus und ihre Gründlichkeit brachten ihr schon früh den Spitznamen „picky Perkins“ oder auch die „pingelige Perkins“ ein. Kein Wunder, dass Ursula sich ihren Schulabschluss schnellstmöglich herbeisehnte, obwohl sie doch so sehr von diesem Hort des Wissens geträumt hatte. Aber Träume sind Schäume und nach sieben schier endlos langen Jahren, war es endlich geschafft und sie konnte dieses leidige Kapitel in ihrem Leben schließen.
Ihr Weg führte sie ins Zaubereiministerium, wo sie eine dreijährige Ausbildung absolvierte und wo ihre Gründlichkeit geschätzt wurde. Ein Sozialleben baute sie sich hier auch nicht auf – diesmal lag es allerdings mehr an ihr selbst als an ihren Mitauszubildenden. Sie war einfach zu lange allein gewesen, um Freundschaften aufbauen zu können oder (noch viel wichtiger) über Fehler anderer hinwegsehen zu können. Ihr erster Arbeitsplatz war in der Verwaltung der Zaubererprüfungsbehörde, wo sie in erster Linie für Schülerakten im Bereich ZAGs zuständig war. Nach drei Jahren wechselte sie in die Abteilung für magische Kultur und Medien, wo sie für die Verwaltung und Betreuung öffentlicher magischer Bibliotheken zuständig war. Ihre geliebten Bibliotheken, der Ort, der alles verkörperte, was sie liebte: Wissen, Ordnung und Ruhe. Eigentlich hätte ihr Leben so weitergehen können, bis ihr Chef nach weiteren drei Jahren mit einer Hiobsbotschaft zu ihr kam.

„Miss Perkins, hervorragende Neuigkeiten, ich versetze sie in die Schulbibliothek von Hogwarts, wo sie die dortige Bibliothekarin unterstützen werden…“ „Nein danke!“ „…ein Mädchen wie sie, wird sich sicherlich freuen, an ihre alte Schule zurückzukehren, wo ihr Wissen seinen Anfang genommen hatte, nicht wahr?“ Es schien, als hätte Mr. Warner ihren Einwand gar nicht wahrgenommen. Also versuchte sie es nochmal. Und nochmal. Aber sie stieß auf taube Ohren. Hatte man ihr einen Silencio-Drop für Fwooper untergejubelt? Das war ihr zu Schulzeiten mal passiert und seitdem begleitete sie die Angst vor einem erneuten Stimmverlust jedes Mal, wenn ihr jemand nicht zuhörte. Diesmal war sie nicht das Opfer eines niveaulosen Streichs geworden, aber alle Diskussionen führte ins Leere. Es war schon alles vereinbart, sie würde nächste Woche erwartet, viel Spaß, es würde schon nicht so schlimm werden, in der Erinnerung sei ja eh alles anders als es in Wahrheit war. Na großartig.

Kaum zurück in Hogwarts, ging es los, wie es aufgehört hatte. Alle beäugten sie kritisch und gingen zu ihr auf Distanz. Diesmal aber nicht, weil sie nicht hübsch genug war. Nein, diesmal, weil sie vom Ministerium kam. Und es war nie gut gegangen, wenn das Ministerium jemanden nach Hogwarts schickte. Das wohl leuchtendste Beispiel war Dolores Umbridge, weshalb auch sie erstmal unter Generalverdacht stand. Man misstraute ihr und teilte nicht mehr mit ihr, als zwingend notwendig war. Auch unter den Schülern wurde sie schnell wieder zu „picky Perkins“, die keine Eselsohren und abgestoßenen Ecke duldete, ganz zu schweigen von Lärm oder Nahrungsmitteln. Und plötzlich war es, als wären die letzten 10 Jahre nie passiert.

Alltagssituation:
Kaum hatte Ursula ihre Schicht begonnen, verschwand ihre Nase schon wieder hinter einem Buch. Wie schon zu ihrer Schulzeit war dies ein probates Mittel, um zu verhindern, dass Leute einen ansprachen. Seit die ersten Schüler hier sie nur angesprochen hatten, um irgendwelche dämlichen Nasen-Witze zu reißen, war ihr die Lust, andere zu belehren, gründlich vergangen. Dennoch wagten sich hin und wieder Schüler zu ihr, um das ungeschriebene Gesetz, lesende Personen nicht zu stören, zu brechen. So auch jetzt. „Ma’am?“ tönte es hinter dem Buch hervor. „Das heißt Miss!“ ranzte Ursula gereizt zurück. Sie konnte es nicht leiden, wenn man sie beim Lesen störte und schon gar nicht, wenn es um mittelalterliche Verwandlungszauber ging. Dennoch senkte sie seufzend das Buch und sah die beiden Fünftklässler ungnädig an. „Wir suchen ähhh…‘Koboldaufstände von den Anfängen bis zum Ende‘“, erläuterte ein pausbäckiger Hufflepuff, der Mühe hatte seine eigene Sauklaue zu entziffern. „‘Koboldaufstände von den Anfängen bis zum Ende‘?“ echote Miss Perkins entsetzt. „Wollt ihr unbedingt durchfallen oder was ist euer Ziel? Prescott Prescott ist ein Stümper ohnegleichen und arbeitet ohne jegliche Kompetenz, geschweige denn Reputation. Der Titel seiner Abhandlung ist vollkommen irreführend. Er lässt die Anfänge im von 1612 in Hogsmeade dabei völlig außer Acht! Damit macht er sich seine ganze Argumentation zunichte! Dass es so ein Werk überhaupt durch das Lektorat geschafft hat, ist überhaupt an Lächerlichkeit nicht zu überbieten. Wenn ihr etwas über die Koboldaufstände wissen wollt, sollte ihr zumindest zu Marilyn Zookers Standardwerk greifen, das genügt aber eigentlich nur für ein Annehmbar, aber wenn euch das reicht…“ gab sie zu bedenken, wobei ihr Blick auf die beiden Hausfarben, Gryffindor und Hufflepuff, fiel.
Als ehemalige Ravenclaw hielt sie intellektuell von den anderen Häusern wenig, aber bei den beiden war es besonders schlimm. Eigentlich sollte sie den beiden Knilchen den Prescott geben und sie ihrem Schicksal überlassen, aber ihr innerer Drang zur Perfektion hinderte sie daran. Denn nicht nur sie selbst strebt nach Perfektion, ihr war auch sehr daran gelegen, dass auch andere Personen möglichst na an den Idealzustand herankamen. Seufzend erhob sie sich also von ihrem knarzenden Stuhl und gab den beiden Schüler mit einer unwirschen Gest zu verstehen, dass sie sie in die Abteilung Magische Geschichte begleiten sollten.
Dort ging sie routiniert zum Regal über die Koboldaufstände und zog erstmal Zookers Standardwerk heraus, das sie dem Gryffindor in die Hände drückte. „Danke Ma- “ „Wir sind noch nicht fertig!“ Damit begann Ursula noch ‚Historie der Koboldaufstände‘ von Catherine Rollins, ‚Das 18. Jahrhundert – Kobolde und ihre Politik‘ von Jasper Kneifer, eine Biographie von Urg dem Unsauberen und schließlich beide Bände von Arielle Laceurs ‚Siècle des lumières – Das magische 18. Jahrhundert‘ auf den Armen des Gryffindors aufzustapeln, von dem nur noch die blonden Haarspitzen hinter den Büchern hervorragten. „Danke Ma’am“, tönte es dumpf hinter dem Stapel hervor und die beiden zogen ziemlich erschlagen von dannen. Ursula warf einen prüfenden Blick auf das Regal, dessen Reihen sich ziemlich gelichtet hatten, und stellte fest, dass irgendein Trottel tatsächlich ‚Koboldaufstände von den Anfängen bis zum Ende‘ entliehen hatte. Sie rollte mit den Augen und kehrte an ihren Platz zurück, wo sich eine Notiz schrieb, das Buch sofort aus dem Verkehr zu ziehen, sobald es wieder ins Regal zurückgekehrt war.
Ursula nahm ihre Brille von der Nase, setzte sie aber gleich wieder empört auf. Das konnte ja wohl nicht wahr sein! Saß da nicht so ein Lümmel aus Slytherin und schob sich genüsslich einen superkaramelligen Schokoriegel zwischen die Backen, während er in einem IHRER Bücher blätterte. Sie zückte ihren Zauberstab und richtete ihn auf den Schüler. Aus dem Nichts erschienen zwei Geisterhände, die ihm abwechselnd auf die Finger schlugen, bis er die Süßigkeit fallen ließ. „So geht es aber nicht!“ Wie eine unheilvolle Todesfee tauchte Miss Perkins neben ihm auf und stemmte die Hände in die Seiten. „Keine Nahrungsmittel in der Bibliothek! Das gilt auch für Slytherin“, keifte sie aufgebracht, während die Geisterhände weiter auf den Unglücksraben patschten. „Raus Raus Raus!“ Sie klatschte in die Hände, bis der Junge aufsprang und mit wehenden Fahnen die Flucht vor der Bibliothekarin und ihren gefürchteten Geisterhänden ergriff. Seine Schokolade ließ er bei der überstürzten Flucht natürlich fallen, wo er einen unschönen Schmierstreifen auf dem Boden hinterließ. „Ich wusste nicht, dass ich jetzt auch noch als Putzkraft herhalten muss“, murrte Ursula, ehe sie mit einem ungesagten ‚Ratzeputz‘ die Sauerei beseitigte. War es wirklich so schwer, vor oder nach dem Bibliotheksbesuch zu essen oder konnte man sich besser konzentrieren, wenn die Seiten voller schokoladiger Fingerabdrücke übersäht waren?
Bevor die Perkin an ihren Platz zurückkehrte, nahm sie sich des Bücherwagens an, auf dem sich schon wieder die Bücker der Schüler stapelten, die zu faul waren, sie an ihren Standort zurückzubringen. Wobei es in diesem Fall aussah, als wäre es nur ein besonders faules Exemplar gewesen, denn die Bücher drehten sich alle um das Thema ‚Gamps Gesetz der elementaren Transfiguration‘, ein Thema, das man schon in der ersten Klasse behandelte. Wenn man schon als Erstklässler so faul war, wo sollte das in Zukunft noch hinführen? Man mochte ihr eine gewissen Negativität unterstellen, aber je länger Ursula in Hogwarts arbeitete, umso mehr glaubte sie an den Verfall der Jugend. Schon zu ihrer Zeit war sie überzeugt davon gewesen, dass viele ihrer Mitschüler es mit ihrer Arbeitshaltung zu nichts bringen würden, aber gegen die aktuelle Schülerschaft waren ihre Klassenkameraden fleißige Bienen.
Seufzend stellte sie das letzte Buch an seinen angestammten Platz im Regal zurück und schob den Bücherwagen zurück in den Gang, wo sie ein ziemlich schamlos knutschendes Pärchen vorfand. Urgh, mussten die andere immer mit ihrem demonstrativ zur Schau getragenem Liebesglück auf die Nerven gehen und jeden Single daran erinnern, dass er in der scheinbar essenziellsten Sache der Gesellschaft keinen Erfolg hatte? Augenrollend trennte sie das Paar mit einem wohlplatzierten ‚Depulso‘ und wies sie darauf hin, dass dies eine Bibliothek sei und nicht Madam Puddifoots Cafe. Während das Mädchen wenigsten anständig genug war, beschämt zu Boden zu blicken, grinste der Junge (oder war es ein kurzhaariges Mädchen?) frech und leckte sich die Lipgloss verschmierten Lippen ab, ehe er/sie seine Freundin an die Hand nahm und verschwand. Was hatte sich Mr. Warner eigentlich gedacht, als er sie in diesen Kessel brodelnder pubertierender Hormone geschickt hatte? Kopfschüttelnd brach sie zu ihrem ohnehin überfälligen Kontrollgang, den sie stündlich zu absolvieren pflegte, auf, doch außer einigen verwaisten Lexika und falsch sortierten Wörterbüchern gab es nichts zu tun. Der Unterricht des Nachmittags hatte begonnen und die Bibliothek war bis auf ein paar Siebtklässler, die ihre Freistunden sinnvoll nutzen wollten, leer.
Ursula sank auf ihren knarzenden Stuhl und klemmte die Hände zwischen die Knie. Und das sollte jetzt ihr Leben sein? Bücher aufräumen und abwarten, bis ein Schüler sie wieder nach Prescotts Werk über die Koboldaufstände fragte? Sie fühlte sich nutzlos, wie ein Sauberwisch zwischen Feuerblitzen, und ein Gefühl der Trauer machte sich in ihr breit. Da sie nur den Status einer Hilfskraft hier hatte, gehörte es nicht zu ihren Aufgaben, Neuanschaffungen in Auftrag zu geben oder Strukturen zu verändern. Sie durfte zwar Vorschläge machen, aber wirklich etwas beitragen, so wie in ihren alten Job, konnte sie nicht. Sie konnte nur abwarten, dass ihre Schicht vorbei war und ihrer Chefin die Notiz mit dem Hinweis geben, den elenden Prescott endlich aus dem Regal zu nehmen, bevor ein Schüler das noch für bare Münze nahm, ihre Tasche zu schultern und sich in ihre Wohnung zurückzuziehen.


2. Platz - Fernanda Vieira von Dean Arran

Fernanda Vieira
Name: Fernanda Adora (Ramos) Vieira
Alter: aktuell 26 Jahre alt
Geburtsdatum: 27. Juli 2032
Herkunft: Portugal-Brasilianerin mit portugiesischen Wurzeln
Blutstatus: Halbblut (mütterlicherseits ein Reinblut)
FC oder Bild: https://i.postimg.cc/m27S3BXv/image.jpg

Aussehen:
Fernanda ist schlank, klein und kurvig. Wer sie sieht, denkt an brasilianische Karnevals-Tänzerinnen, die beim Waschen eingelaufen sind. Mit ihren 1,51m ist sie etwa so groß wie fast alle Frauen ihrer Familie. Ihre lateinischen Wurzeln kann sie trotzdem nicht leugnen. Denn obwohl sie recht schlank und eher tänzerisch-muskulös ist, hat sie doch sehr weibliche Kurven. Ihre dunkelbraunen Augen und ihr freundlicher Gesichtsausdruck lassen sie warm erscheinen. Sie lächelt gern und viel, was man an den ersten, winzigen Fältchen um ihre Mundwinkel erkennen könnte. Nandi hat etwa schulterblatt-langes, dunkelbraunes Haar, das kraftvoll und gesund glänzt und in sanften Wellen über ihren Rücken fällt. Sie trägt unheimlich gern grünen Tartan-Stoff als Hosenanzug, gepaart mit unterschiedlich gefärbten Seidenblusen. Wer sie sieht, denkt eher an eine erfolgreiche Geschäftsfrau oder Sekretärin eines hochdotierten Geschäftsmannes, als an eine Bibliothekarin.
Persönlichkeit:
Fernanda, die von ihrer Familie gern liebevoll Nandi oder Adi genannt wird, ist eine recht offene Seele. Sie liebt Menschen und den Umgang mit ihnen. Noch mehr aber liebt sie Bücher und die schier erschlagende Vielfalt an Büchern bzw. Bucharten. Ob Sachbuch, Ratgeber oder Rezepte, sie hat alles im Regal. Gleich neben seichter Belletristik, tiefgründigen Epen oder fesselnden Thrillern. Nandi lächelt gern und ist eine freundliche, fast schon mütterliche junge Frau, die gerne anderen hilft. Sie kann es jedoch gar nicht leiden, wenn jemand aus Rücksichtslosigkeit oder fehlendem Respekt die in ihren Augen wertvollen Bücher beschmutzt oder anderweitig misshandelt. Und sollte sie erkennen, dass dies jemand mit Absicht tut, kann sie sogar sehr zornig werden und legt dann typisch brasilianisches Temperament an den Tag. Wehe dem Missetäter, denn ihre Stärke ist die Kombi aus “Avis” und “Oppugno”. Ihr Lieblingsvogel ist der Kernbeißer, den sie dann nicht selten hervorbringt. Generell ist Fernanda eine friedliche Seele, die gern bei einem gemütlichen Leseabend auftankt und generell ein sehr genussvoller Mensch ist. Neue Speisen oder Getränke probiert sie gern und was ihr schmeckt, kommt auf die “gerne wieder” Liste, welche sie mental führt.
ehem. Zauberschule und Haus: Castelobruxo, Astillera

Besonderheiten/Angewohnheiten:
sammelt Asterix-Comics (auch wenn sie nicht genau weiß, wie es dazu kam), trinkt morgens gern leicht angewärmten Brennnesselsaft, hat eine strikte Gesichts-Beauty-Routine mit koreanischen Produkten, unterhält einen Blumen-Wildbienen-Garten und einen Küchen-und-Heil-Kräuter-Garten in ihrem kleinen Wintergarten

Vergangenheit/Karriere:
Fernanda ist vier Wochen zu früh in Lissabon geboren. Eigentlich wollten ihre Eltern an diesem Tag ein Schiff Richtung Rio de Janeiro besteigen, doch die einsetzenden Wehen vereitelten die Ausreise. Nandis Mutter hatte in Brasilien Familie, zu der sie und ihr Mann übersiedeln wollten. Die frischgebackenen Eltern siedelten dann erst über, als das Baby etwa 4 Wochen alt war. Von Anfang an begeisterte die kleine Fernanda mit ihrem Lächeln und ihrem sonnigen Gemüt. Dies ließ auch in Kinderzeiten nicht nach. Etwas nachdenklicher, aber nicht weniger wissbegierig wurde das Mädchen im Teenager-Alter. Als Schülerin der Castelobruxo-Schule lernte sie die Liebe zu Kräutern und Tieren/Tierwesen kennen und hat sich dies bis zum heutigen Tag erhalten. Ihre Hingabe zu Büchern ist ebenfalls ihrer Schulzeit geschuldet und hat maßgeblich ihr weiteres Leben beeinflusst.
Anfangs wollte Fernanda Journalistin werden und zog dafür nach ihrem Abschluss sogar für kurze Zeit nach New York. Sie entsagte sogar ihren magischen Fähigkeiten, nur um ihrem Traum ein Stück näher zu sein. Doch schnell wurde ihr klar, dass sie dem Druck und der Schnelllebigkeit des Berufes nichts abgewinnen konnte, dass es sie sogar krank machen würde. Ein Flyer für eine britische Bibliotheks-Veranstaltung ließ sie alle Zelte in Big Apple abbrechen und führte sie nach Oxford. Dort nahm sie nicht nur an besagter Veranstaltung teil, sondern blieb auch als Hilfskraft in einer der Universitätsbibliotheken. Mit der Zeit wurde ihr Wunsch nach mehr Magie-Kontakt jedoch so groß, dass sie immer unglücklicher in ihrer Tätigkeit wurde. An einem recht verregneten (typisch britischem) Morgen verirrte sie sich in den Tropfenden Kessel und fühlte sich sofort unbeschreiblich wohl. Bei einer Tagessuppe und einem Feuerwhisky (der ihr an diesem Morgen aus unerklärlichen Gründen tatsächlich schmeckte) durchforstete sie seit Ewigkeiten mal wieder eine magische Zeitung (den Tagespropheten). Das Stellenangebot aus Hogwarts sprang ihr nicht nur sofort ins Auge, sie verfasste ihre Bewerbung sogar noch im Tropfenden Kessel auf Servietten. Das war die Stelle für sie. Magie und Bücher, ein Traum.

Buchempfehlungen: Magische Wasserpflanzen des Mittelmeers, 50 Shades of Grey

Vorlieben und Abneigungen:
Mag: Irish Breakfast Tea (den sie von einem zweiwöchigen Urlaub her kennt), Löwenzahnblüten (die sind so schön satt-gelb), Winterabende vorm Kamin mit nem Glas spanischen Rotwein und einem fesselnden Roman, Kürbissuppe mit süßer Ingwersahne, andere Bookaholics, schottische Tartans und Tartanstoffe Mag nicht: Novemberregen, harte Brötchen zum Frühstück (später am Tag wären sie ok), Himbeermarmelade (wegen der Kerne, die dann immer in den Zahnzwischenräumen klemmen), hektische Menschen (die keinen Sinn fürs geschriebene Wort haben), auf Fortsetzungsromane warten zu müssen (weil das Herausgabedatum erst Monate später ist)
Zauberstab: Copaiba-Holz, Pfauenfeder, 10 Zoll, federnd
Beziehungspartner f.v.: aktuell keiner (sie ist Single), das einzige männliche Wesen in ihrem Leben (welches nicht mit ihr verwandt ist) ist ihr Kater Poncho

Szenario:
Der Tag begann wie so viele Oktobertage in Hogwarts. Zwar war Nandi noch neu und kannte viele Schlossgepflogenheiten noch nicht, dennoch fühlte sie sich sehr heimisch, als sie die Bibliothek betrat. Lächelnd sog sie den Duft von Buchseiten, altem Staub und der Verheißung nach noch unentdeckten Geschichten in sich auf. Sie kontrollierte die Tür zur Verbotenen Abteilung (Jap, die war zu), richtete Sessel und Hocker und machte sich dann an die Sortierung der vom Vortag abgegebenen Bücher. Schon bald kamen die ersten Schüler, die für Hausaufgaben die Sitznischen füllten. Gerne half sie dem einen oder anderen, verloren wirkenden Schüler aus. Nur die Gruppe in der Ecke hinten rechts behielt sie lieber im Auge. Diese Schüler waren eindeutig zu locker drauf. Lieber rechtzeitig anmahnen, bevor man am Ende noch ein Buch restaurieren musste. Ihre Chefin schaute kurz vorbei und Nandi unterrichtete Miss Sariola über die Unruhe-Stifter, die diese Schüler in ihren Augen waren. Lächelnd gab Kaija ihr die Erlaubnis, die Schüler in ihre Schranken zu weisen bzw. sie zu belehren, sollten sie mit dem Eigentum der Bibliothek nicht pfleglich umgehen. Zu Fernandas Glück machte sich die Gruppe bald auf den Weg und hinterließ nur einen ordentlichen Stapel Eselsohr-freier Bücher. Freudig sortierte Nandi die Bücher wieder an ihre Stellen. Doch am späten Nachmittag kam ein Schüler, sie konnte nicht direkt ausmachen, aus welchem Haus er stammte, der ihr ein Buch zurückbrachte, das sie empörte. Nicht nur war der Einband mit etwas verschmiert, dass wie Kürbispastete roch und aussah wie etwas gänzlich anderes, dass sie eher der Toilette zuordnen würde. Nein, sie sah auch sofort zerknickte und vereselsohrte Seiten. “Das ist nicht dein Ernst, mein Lieber.” sagte sie streng zu dem Schüler. Der jedoch versuchte alles auf seinen Zimmergenossen zu schieben und sich rauszureden. “Du gibst dieses Buch ab, also bist du auch verantwortlich. Ist das die Art, wie man fremdes Eigentum behandelt? Deine Mutter würde sich sicher schämen, wenn sie wüsste, wie du mit fremder Leute Sachen umgehst” Doch der Junge blieb uneinsichtig. Tief holte Fernanda Luft. Zum einen um sich zu beruhigen, doch sie plusterte damit auch ihre kleine Statur auf und machte dank dem brasilianischen Temperament, welches auch der Schüler nun in ihren Augen sehen konnte, eine ziemlich beeindruckende Figur. Der Schüler nahm das Buch wieder an sich und murmelte ein “bringe das in Ordnung” bevor er verschwand.
Unter ihrer Aufsicht würde hier niemand solche Bücher zurückgeben, dass hatte sie sich bei ihrer Einstellung geschworen. Die jungen Leute durften das ruhig lernen.

Quellen: https://www.vorname.com/portugiesische,vornamen,0.html http://nachnamen.net/portugal Google-Suche nach typisch brasilianischen Bäumen
Bild: GenZ - AI Image Generator App


3. Platz - Barron Culpepper von Hyacinth Volmary

Barron Galon Culpepper
VOLLSTÄNDIGER NAME: Barron Galen Culpepper
ALTER & GEBURTSTAG: 43, 04.07. (Krebs)
GEBURTSORT & HERKUNFT: Sunderland, GB
BLUTSTATUS & ABSTAMMUNG: Reinblut WOHNORT: Sunderland, GB - Einliegerwohnung im Haus seiner Eltern

AUSSEHEN:
Barron ist 1,84m groß und schlaksig gebaut. Er hat rote Haare und meist auch einen roten Vollbart, sein Gesicht ist relativ symmetrisch geschnitten, nur seine Nase hat einen Knick nach links, von einem Quidditchunfall in der vierten Klasse (ihn hat ein Klatscher getroffen, aber er wollte es nicht beheben lassen, weil er dachte dass es ihn männlicher macht), meist trägt er legere Sachen, die eher locker anliegen. Er mag es nicht, sich eingeengt zu fühlen. Bevorzugt trägt er im privaten Jogginghosen und Hoodies. Zur Arbeit allerdings meistens Chinohosen und ein Shirt oder einen Pullover. Seine Hosenbeine sind meistens ein Stück zu kurz, sodass man seine verschiedenfarbigen Socken sehen kann. Meistens kombiniert er die bunten Socken mit bunten Turnschuhen, weil er diese einfach bequem findet. Wenn er intensiv nachdenkt, steht sein Mund manchmal ein bisschen offen. Seine roten, lockigen Haare machen meistens was sie wollen, was ihn aber auch nicht weiter interessiert solange sie ihm nicht ins Gesicht fallen.

FAMILIE:
Vater: Galen Patrick Culpepper; 70; ehemaliger Ministeriumsangestellter im Bereich magisches Transportwesen
Mutter: Andrina Constance Culpepper, geb. Decksheimer; 68; magische Konditorin mit eigener Bäckerei
Bruder 1: Michael Galen Culpepper; Heiler; 50; verheiratet, 2 Kinder
Bruder 2: Aaran Galen Culpepper; 48 Auror; geschieden
Schwester: Miriam Culpepper; 44; Vergiss-Mich; verlobt seit 10 Jahren
Bruder 3: Aberforth Galen Culpepper; 41; Fluchbrecher; Single

ZAUBERSTAB: Hartriegel und Augureyfeder, 10½ Zoll
EHEMALIGE ZAUBERERSCHULE: Hogwarts
EHEMALIGES HAUS: Hufflepuff

PERSÖNLICHKEIT:
Barron ist ein großes Kind, er ist immer zu Scherzen aufgelegt und für viele Späße zu haben. Solang sich diese Späße nicht gegen ihn richten - in solchen Fällen nimmt er schneller als man gucken kann Reißaus. Sein Lieblingstrick ist das hervorzaubern von Süßigkeiten hinter dem Ohr - ein Muggelzaubertrick, den er mal im Internet gelernt hat. Er ist lieber für sich und von großen Menschenmengen schnell überfordert. Er hat Schwierigkeiten, wenn mehrere Gespräche gleichzeitig laufen, da er durch den langen Gebrauch von Kopfhörern beim Zocken höreingeschränkt ist.
Mit Kindern kann er extrem gut umgehen, wahrscheinlich eben weil er selber kein wirklicher Erwachsener vom Verhalten her ist. Er kann sich extrem gut Zitate merken und hat oft auch Sprüche aus bekannten Serien, Büchern oder Comics auf Lager, um sie in Gespräche einstreuen - egal wie passend oder unpassend sie sind.

VORLIEBEN: Kreuzworträtsel, Muggelzaubertricks, bunte Socken, Youtube, Computerspiele, Bücher
ABNEIGUNGEN: Streiche, eklige Gerüche (Leberwurstbrot, Frikadellen…), Menschenmaßen

VERGANGENHEIT:
Barron kam als viertes von fünf Kindern der Familie Culpepper im Jahr 2002 zur Welt. Wie all seine Geschwister war er ein Wunschkind der reinblütigen Familie. Die Eltern hatten sich über ihre Familien kennen- und liebengelernt. Waren sie zunächst fast schon geschwisterlich aufgewachsen, erkannten sie in ihrer Schulzeit, dass da mehr als Freundschaft war und heirateten unmittelbar nach dem Schulabschluss. Zügig bekamen sie ihren ersten Sohn Michael, der wie all seine Brüder den Namen des Vaters als Zweitnamen erhielt. Nur zwei Jahre danach wurde Aaran geboren, der als Schreikind der Familie das Leben schwer machte. So dauerte es im Anschluss weitere vier Jahre ehe die Tochter Miriam zur Welt kam. Die kleine Prinzessin war ein pflegeleichtes Kind und so kam nur ein Jahr später Barron zur Welt. Zwei Jahre später vervollkommnete Aberforth das Familienglück. Schon als Kind war Barron anders als seine drei Brüder und seine Schwester. Während diese zahlreiche soziale Kontakte pflegten, steckte er lieber seine Nase in Bücher. Besonders Muggelwerke hatten es ihm angetan und sobald er in Berührung mit dem Internet kam, war es um ihn geschehen. Er verbrachte seine Schulferien und sonstige freie Zeit im Internet (wo er u.a. fanfictions schrieb) und mit Onlinespielen.
Um sich auf Hogwarts, wo er dem Haus Hufflepuff angehörte, zu beschäftigen, trat er der Quidditchmannschaft bei. Er war sicherlich keiner der besten Spieler, aber doch ein geschätztes Mitglied des Teams. Im vierten Schuljahr bekam er bei einem Spiel gegen Ravenclaw einen Treiberschläger ins Gesicht, der ihm die Nase brach, was Barron aber nicht behandeln ließ, da es ihn in seiner Auffassung männlicher machte. Was auch dazu führte, dass er sein Gesichtshaar wachsen ließ, sobald es zu sprießen begann. Nach seinem eher mittelmäßigen Schulabschluss begann Barron keine Ausbildung wie seine Geschwister, sondern versuchte sich auf dem Gebiet der E-Sports. Nach 15 Jahren musste er sich aber mit 32 eingestehen, dass er keinen großen Erfolg dabei hatte.
So begann er, nach einer Alternative zu suchen. Mithilfe seiner Mutter bekam er einen Job im Lager vom Flourish und Blotts, wo er zunächst nur Regale einräumte. Mit seiner Art und seinem Wissen begeisterte er allerdings schnell die Kundschaft, die ihn um Hilfe bat. Schließlich wurde ihm der Job als Bibliothekar angeboten, wo seine Stärke im Umgang mit Kindern vermutlich einen großen Vorteil beinhaltete.
Barron ist seit jeher Single und lebt in der Einliegerwohnung im Haus seiner Eltern. Seine Eltern sind auf ihn nicht so stolz wie auf seine Geschwister, tolerieren aber seine Besonderheiten. Trotzdem finden sie es nicht allzu schade, dass er seine Zeit lieber alleine vor dem PC oder mit der Nase in einem Buch verbringt anstatt sie zu besuchen.

SONSTIGE AUFFÄLLIGKEITEN / BESONDERHEITEN: rotes, lockiges Haar, hört schlecht (fragt eigentlich immer nach was man möchte), trägt immer unterschiedlich farbige Socken, hat einen Knick nach links in der Nase
FACECLAIM: Chris Rankin

ALLTAGSSZENARIO:
Es war ein Tag wie jeder andere - dachte Barron zumindest, als er die letzten Bücher in die Regale räumte. Immer noch kam es ihm bizarr vor, dass er nun einer der Bibliothekare von Hogwarts war. Wie viele Stunden hatte er hier zu seiner eigenen Schulzeit verbracht. Schon damals hatte er hier gerne gesessen und in Büchern geschmökert - das war ihm deutlich lieber gewesen, als mit seinen Mitschülern Zeit zu verbringen. Mit einem kleinen Grinsen stellte er ein Buch verkehrt herum ins Regal. Er war sich sicher, dass seiner Chefin diese Aktion nicht so witzig finden würde, aber wie sagte man so schön? Ein bisschen Spaß musste sein. Sein Mund stand ein wenig offen während er sein Werk nochmal nachdenklich begutachtete, bevor er das nächste Buch ins Regal zurückstellte.
Sanft strich sein Finger über einen der Buchrücken: “Das ist der Stoff, aus dem Träume gemacht sind” murmelte er vor sich hin und hatte direkt Humphrey Bogart vor Augen, der diesen Satz in einem Film gesagt hatte. Ein leises Kichern ließ ihn aufhorchen. Die Bibliothek hatte eigentlich schon vor 15 Minuten ihre Türen geschlossen und Barron war - zumindest in der Theorie - der Einzige hier. Ob ihm jemand einen Streich spielen wollte? Das würde ihm nicht gefallen. Wahrscheinlicher war jedoch, dass sich irgendwer hier versteckte, um nächtlichen Unfug zu treiben. Eine Mutprobe. Jugendlicher Leichtsinn. Er ließ die Bücher Bücher sein und schlich durch die Reihen. “Hier kommt Johnny” zitierte er den Film ‘The Shining’ und versuchte herauszufinden, wo die Geräusche herkamen. “Kommt heraus, kommt heraus… wo auch immer ihr seid.” versuchte er unheimlich zu klingen. Dabei wusste er selber, dass er kein unheimlicher Mensch war. Barron war vieles, aber nicht furchteinflößend - eher ein großes Kind. Daher sprang er auch um das nächste Regal und rief “Buh!”. Doch das einzige was er fand, war ein Buch, das unter einem Regal lag und vor sich hin kicherte. Fast schon erleichtert hob er es auf und schloss es. Sofort herrschte Totenstille in der Bibliothek. Niemand war hier und Barron musste nicht so tun als wäre er jemand, der Strafen verteilte. Das hatte er auch bisher erfolgreich vermieden und meistens seine Chefin vorgeschickt. So wollte er es am liebsten auch beibehalten. Er liebte die Bücher, er arbeitete gern mit den Schülern, aber schimpfen lag ihm nicht. Barron räumte die letzten Bücher auf und schloss dann die Bibliothek hinter sich ab.
Er freute sich jetzt schon auf seine Couch, eine gute Serie im Fernsehen und ein Kreuzworträtsel.

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Weitere Gewinnspiele werden in Zukunft folgen, und wir hoffen sehr, dass ihr WoP auch weiterhin mit euren Ideen, eurer Fantasie und eurem Einsatz zu einem so lebendigen und besonderen Ort macht.




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(Tipp: Die konstant leuchtenden Wörter sind Links.)
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